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Homeoffice-Essentials auf gadgetzone,de

Die Gesellschaft ist gespalten. Schuld daran trägt ein kleiner Virus, der die Menschheit seit Monaten in Atem hält. Die Bevölkerung teilt sich in zwei Gruppen. Auf der einen Seite jene, die weiterhin, den Gefahren der Pandemie trotzend, ihre Pflicht erfüllen und ihre Arbeitskraft an Arbeitsplatz zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen. Auf der anderen Seite, die weniger engagierten, die die Pandemie zu ihrem Vorteil nutzen und die Tage tiefenentspannt im Homeoffice verbringen. Wer jetzt mit Schaum vor den gefletschten Zähnen beschließt, diesen Text unter keinen Umständen weiterlesen zu wollen, dem sei gesagt, dass die bewusst provokante Formulierung von einem Betroffenen stammt. Ja auch ich bin im Homeoffice und ich kenne alle Märchen und Sagen, die sich darum ranken.

Blau machen statt Blaumann

Nicht jeder Job lässt die Arbeit von daheim zu. Es gibt Kundenkontakt, die Notwendigkeit des Zugriffs auf Ressourcen, die nur vor Ort zur Verfügung stehen und viele Menschen, die manuell arbeiten. Ein kleiner Kreis kommt für die Verrichtung der Arbeit von daheim aus infrage. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Job über ein Telefon und einen PC abgewickelt werden können. Je nach Betrieb kann es allerdings vorkommen, dass man als Konsument von Homeoffice von Kolleginnen und Kollegen als privilegiert angesehen wird. Dabei sieht die Realität ganz anders aus.

Gekommen um zu bleiben

Aufwachen, Frühstück essen und für die Arbeit zurechtmachen bleibt auch im Homeoffice, zumindest theoretisch, wie es war. Statt danach aber die Anreise an den Arbeitsplatz anzutreten, lässt man sich einfach nach hinten fallen und schon sitzt man direkt im Büro. Toll, werden manche Menschen denken. Verdammt, denken die, die es betrifft. Nachdem man zuerst mal von ein paar Wochen Ausnahmezustand ausgegangen ist, hat man erst mal am Esstisch gearbeitet. Das Notebook und das Handy haben ausgereicht und schon war man produktiv. Produktiv und stolz darauf, auch in Zeiten der Pandemie seinen Beitrag zur Weltwirtschaft zu leisten. Nach einigen Monaten dann die Ernüchterung. Drei Dinge traten ein. Der Virus entschied sich für einen längeren Aufenthalt, die Prozesse in den Unternehmen stellten sich rasch auf die geänderte Arbeitssituation ein und so mancher Unternehmer erkannte das Potential des Homeoffice. Also blieb die Situation erst mal so.

Wohnen im Büro

Als Gewohnheitstier gewöhnt der Mensch sich auch daran, dass es keine Trennung mehr gibt, zwischen dem geschützten Bereich daheim und dem offiziellen Teil des Lebens im Büro. Man lernt schnell, die sozialen Kontakte anders zu organisieren und gewöhnt sich auch noch daran, dass es keine Übergangsphasen zwischen den Tagesabschnitten mehr gibt, sondern Schlafen, Arbeiten, Essen, Körperpflege und alles, was sonst noch anfällt, mehr oder weniger im selben Raum passiert. Mittlerweile stehen in den Wohnungen vielerorts ernstzunehmende Schreibtische mit professioneller IT- und Telekommunikationsinfrastruktur. Statt die Unterlagen achtlos auf den Boden, das Bett, oder in Kartons zu legen, stehen im Arbeitszimmer funktionale Stahlmöbel, die problemlos auch an den Nachmieter weitergegeben werden können und eine professionelle Aktenablage in der Speisekammer, oder dem Schlafzimmer möglich machen.

Must-Haves

Bei der Einrichtung der Homeoffice-Arbeitsplätze steht heute Ergonomie im Vordergrund. Wir verbringen täglich einige Stunden vor dem Bildschirm. Ein ordentlicher Arbeitsstuhl, die passenden Höhen für Schreibtisch und Bildschirm und regelmäßige Bewegung zwischendurch sorgen dafür, dass unsere Bandscheiben und Gelenke nicht übermäßig leiden. Neben der modernsten Kommunikationstechnik gibt es aber ein Utensil, das in keinem Homeoffice fehlen sollte!

Dresscode HO

Wer in Teams arbeitet, kommt nicht umhin, auch mal die Kamera zu aktivieren. Sei es um die lustigen Kollegen mal wieder zu sehen, oder weil der Boss gerne nach dem Rechten sieht. Aus diesem Grund gilt derselbe Dresscode, wie im Büro. Das tut auch gut, dann immerhin stellt man sich mit der neuen Kleidung auch besser auf die Arbeit ein. Es bleibt weiterhin Struktur im Tagesablauf. Allerdings unterscheidet sich der Homeoffice-Dresscode in einem Detail stark vom Büro. Die Kamera deckt nur einen Teil unseres Körpers ab. Der Rest verschwindet unter dem Tisch und bleibt unser Geheimnis. Allerdings sollte auch im Süden nicht auf angemessene Kleidung verzichtet werden. Spielt der Chef überraschend die Bundeshymne ein, oder entscheidet sich für eine spontane Beinkleidinspektion, sollte in jedem Fall das Nötigste bedeckt sein. Allerdings muss man für diesen unwahrscheinlichen Fall nicht etwa die teure Wäsche aus dem Schrank holen und unnötig zerknittern. Stattdessen kann man unter dem Tisch mit einem besonderen Highlight glänzen. Die Jogginghose!

Gadgetzone.de GadgetZone Gründer. Webentwickler & -designer und absoluter Technikfreak.